Lehrer aus Burundi in der Kerschensteinerschule

Lehrer aus Burundi absolvierten 3-wöchiges Praktikum in der Kerschensteinerschule

Trotz schönem Wetter hatte es Néhémie Nduwimana und Alexandre Habonimana schon etwas kalt erwischt , als sie vor drei Wochen im Stuttgarter Flughafen aus dem Flieger gestiegen waren. Die beiden Lehrer aus dem ostafrikanischen Staat Burundi sind normalerweise deutlich tropischere Temperaturen gewöhnt. Doch ihre deutschen Partner aus der Kerschensteinerschule in Stuttgart-Feuerbach haben  in den vergangenen drei Wochen  das durch besondere Herzlichkeit wettgemacht  und versucht den weitgereisten Gästen Land und Leute näherzubringen.

Tagsüber aber wurde vor allem gearbeitet. Die beiden Lehrer aus der EPCM (Ecole Polyvalente Carolus Magnus) - eine Schule der Fondation Stamm in Bujumbara - nutzten die Einladung der Kerschensteinerschule, um den Laborunterricht  im Berufskolleg Pharmazie kennenzulernen und sich Methoden zur Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln anzueignen.

Seit den Projekttagen 2008 existiert an der beruflichen Schule die Projektgruppe Burundi, die aus Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern der Kerschensteinerschule besteht und sich zum Ziel gesetzt hat, ihre Partner an der EPCM in der Ausbildung zum/zur PTA (Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in) zu unterstützen.

Burundi ist laut Welthunger-Index seit über 25 Jahren das ärmste Land der Welt und auch politisch immer wieder von schweren Unruhen erschüttert. Um der Jugend und den Menschen dort langfristig eine Perspektive zu geben, setzen die beiden Projektpartner an der beruflichen Bildung der jungen Menschen an. Natürlich ist ein derartiges Projekt zunächst nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es kann wachsen und später einmal als Blaupause für weitere Projekte dienen.

Alle Beteiligten an der Kerschensteinerschule und die beiden burundischen Lehrkräfte haben aber schon jetzt unbezahlbare und unvergessliche Erfahrungen gemacht - sowohl was den fachlichen als auch den interkulturellen Aspekt betrifft - und neue Freunde gewonnen. Entsprechend schwer fiel der Abschied nach drei spannenden Wochen, aber die Schulleiterin der Kerschensteinerschule, Rosemarie Mattes, betonte, dass dies für die Partnerschaft der beiden Schulen kein Ende bedeutete, sondern erst den Anfang.



Herstellung von Zäpfchen im Galenik-Labor der Kerschensteinerschule
(Vordergrund: Néhémie Nduwimana, Hintergrund: Alexandre Habonimana,
Mitte: Schülerin der Kerschensteinerschule (Berufskolleg Pharmazie)


Im Galenik-Labor (Links: Alexandre Habonimana, Mitte und rechts: Schülerinnen des Berufskollegs Pharmazie)


Verabschiedung im Konferenzzimmer der Kerschensteinerschule ( Links: Alexandre Habonimana, Mitte: Schulleiterin OStD'in Rosemarie Mattes, Rechts: Néhémie Nduwimana)

 


     
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